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Konfliktlösungs-Angebot
- zur „Brauchtumspflege der Walpurgisnacht“


Obgleich der Kult zur Walpurgisnacht auf der Thingstätte, an die älteste Tradition unserer Kultur anknüpft und äußerst wertvolle Momente für die Gegenwart wie Zukunft der menschlichen Gemeinschaft transportiert, bieten Stadt und Gemeinde bislang kaum Unterstützung. Weder bewilligt sie, eine inzwischen notwendig gewordene kreatürliche Choreographie, die das Geschehens vor Ort in gesunde Bahnen zu lenken vermag, derweil alljährlich mehr Besucher vom nächtlichen Spektakel angezogen werden. Auch existiert bislang kein Plane zur Bereitstellung städtischer Trinkwasserbehälter und Pfandbechern, was den hinterlassenen Müll (hauptsächlich Glasflaschen) beträchtlich reduzieren würde.

Die Koordination von Sicherheitskräften und Erste Hilfe Teams übernimmt die Stadt (notwendigerweise), aber inhaltlich besteht auf Seiten der Behörden bislang nicht wirklich Interesse, sich mit dem Thema Walpurgisnachtbrauchtum auseinander zu setzen.
Es ist bei weitem nicht damit getan, wenn der ehemalige Leiter des Ordnungsamts Heidelberg, im Rhein Neckar Fernsehen sowie in der Rhein-Neckar Zeitung - in der Art eines Imperators, der den Aufstand schon im Keim ersticken will - in der RNZ verkündet, dass: „die Sache bereits ihren Zenit überschritten“ habe und sich der „Kult“ zu Walpurgis auf der Thingsstätte allmählich von selbst erledigen werde, da „dort oben ja eigentlich gar nichts los“ sei.

Immerhin entstand aus Ritus & Kult unsere Kultur! Und so soll unsere Website, die allen Bürgern der Stadt (und gerade unserer Jugend) fortan als Forum zur Verfügung steht, verdeutlichen das der Zenit der Veranstaltung unserer jungen Bewegung keinesfalls schon überschritten und der grundliegende Wert des Geschehens noch längst nicht verinnerlicht wurde. Entfaltungsfelder wie die Walpurgisnacht werden seit jeher durch Mythen, Folklore und ritualgleichen Festivitäten zugänglich, die zu allen Zeiten im öffentlichen Raum zelebriert wurden - obgleich sie der Obrigkeit (nicht nur im vergangen gewähnten Geist verflossener Jahrhunderte) stets ein Dorn im Auge waren.

Zudem hat die Zeit des totalitären Regimes nebst ‘ihren’ Ikonen, Ruinen und kultischen Plätzen auch zahlreiche Narben auf dem kollektiven deutschen Gewissen hinterlassen. Gestützt durch aktuelle archäologische Funde und in Anbetracht des durch die NSDAP-Propaganda verfälschten historischen Hintergrunds und geschundenen Geistes, erscheint es heute (zum 60. Jahrestag des Aufstandes im Warschauer Ghetto) dringlich notwendig, dass wir uns als Gemeinschaft den ursprünglichen Inhalten dieses archaischen Kultplatzes wieder zuwenden und ihn reaktivieren, was ja derzeit unter Jugendlichen in verstärktem Maße geschieht.

Aufgrund unserer heutigen Entfremdung zu den einst heidnischen, traditionellen Inhalten und Werten unserer eigenen, ungemein geistreichen Kultur, ist der Kult zur Walpurgisnacht auf der Thingstätte nicht ohne weiteres anhand allgemein überlieferter, gesellschaftlicher Maßstäbe zu bewerten. Doch ist die Revitalisierung archaischer Traditionen enorm von belang, da diese ein Beleg sind, für verschiedenste gesellschaftliche Formen nachhaltiger, ökologisch verträglicher Weiterentwicklung, innerhalb eines natürlichen Lebensraums! Darum habe ich mich persönlich, als Initiator des Projekts „die neue energie bewegung“, mit einer Gruppe von Denkern des „doors of perception ethic committees“ dieser Aufgabe gewidmet.

Mit dem Ziel die äußerst selten gewordenen Momente von wahrem Wert für Gegenwart und Zukunft der menschlichen Gemeinschaft zu bewahren und herauszuschleifen, beruht unser Anliegen darin, bei Universitäts-Fakultäten, Stadtteilverbänden und Gemeinde, sowie Agenda-, Künstler- und Naturschutzgruppen, Jugend und Mitbürgern zum kommunalem Interesse und zur Bereitschaft anzuregen, „Das Archaische Revival der Jugend“ als wegweisend und die Thingstätte für das Walpurgisnacht-Brauchtum, als förderungswerten öffentlichen Raum anzuerkennen.

„Wenn der Begriff Bildung mehr heißen soll, als ein gutes Abitur, dann schließt er Selbstbewusstsein und Selbstkenntnis mit ein. Nur der kann sich selbst kennen, der Träumen und Verweilen darf, der weiß wo er herkommt. Herkunft ist nie nur biologisch sondern immer auch kulturell, und wem die geschichtliche Tiefe des kulturellen Raums verschlossen bleibt, wer die Erzählungen nicht kennt - die in der Gestalt von Mythen und Märchen, von Gemälden und Büchern, von Oratorien und Liedern auf uns überkommen ist - der wird im traurigsten Sinne des Wortes seines Glückes Schmied, weil er allein mit sich selber bleibt.“

Um ein kulturübergreifendes, planetares, dem Schutz von Leben und der Natur Priorität einräumendes Bewusstsein zu fördern, offeriert Heidelbergs Pyromania Arts Foundation die Erarbeitung eines Konzepts für eine symbiotische Gesamt-Installation aus Naturelementen und technischen Mitteln, die direkte Bezüge zur heimischen Tradition, zum Ort und allen Anwesenden herzustellen vermag.

Als erforderlich betrachtet wird die Realisation folgender Punkte:

1 Bewilligung einer erweiterten Choreografie des Walpurgisnacht-Happenings auf der Thingstätte

2 Unterstützung der Stadt - um der Müllproblematik und der mentalen Versteppung vorzubeugen

3 Netzwerk-Bildung durch Teilnahme von Kunstgruppen, Fakultäten, Institutionen (Presse-Ausschreibung)

4 Duldung sanfter, synergetischer, naturbezogenen ur-kultureller Angebote vor Ort (Multimediatechnik)


Aus diesen Gründen fordern wir Kulturbeauftragte und politische Verantwortungsträger des Gemeindewesens auf, der Walpurgisnacht-Versammlung - die eine außergewöhnliche Erfahrung für alle Beteiligten ist und Momente von wirklichem Wert für die Gegenwart und Zukunft der menschlichen Gemeinschaft in sich birgt – und ihren lokalen Aktivisten vor Ort eine sanfte, konstruktive Choreografie und eine minimale Infrastruktur zu bewilligen.
Diese Choreografie wird im Konzept „Gestaltung der Brauchtumspflege zur Walpurgisnacht“ zusammengefasst.

Ich hoffe auf Ihre bzw. Euer aller Bereitschaft gemeinsam die Grauzonen und dustere Nischen unseres Gemeindekörpers ausleuchten und somit zu helfen, Angst abzubauen, die Generationen zueinander führen, das Weibliche in Stadtbild und Kultur fördern, den Geist der Romantik heute wieder zu entdecken und dem Anspruch Heidelbergs als „Stadt der Romantik“ wahrlich gerecht zu werden,

wir danken für Ihr bzw. Euer Interesse
doors of perception ethic committee, Heidelberg, Januar 2003

Schon im Vorfeld konnte Prof. Verres, Leiter der psychosomatischen Klinik für medizinische Psychologie an der Universität zu Heidelberg uns bestätigen:
„Ihr Anliegen, zu mehr Bewusstheit und Tiefgang bei der Walpurgisnacht auf der Heidelberger Thingstätte anzuregen, sowie Ihr Konzept zur Gestaltung eines „Eventkonzepts zur Brauchtumspflege der Walpurgisnacht“, liefert zweifellos wichtige Impulse zur Reflexion ebenso wie der Kulturpolitik, die angesichts der großen Zahl beteiligter junger Menschen auch für die verantwortlichen Politiker anregend und von Belang sein dürfte,“
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